Autoimmunkrankheiten werden durch eine Fehlfunktion des Immunsystems verursacht, bei der Antikörper gegen körpereigene Zellen produziert werden. Dies führt zu einer Schädigung von Gewebe und Organen, welche zu Symptomen einer Autoimmunkrankheit führen. Bis vor kurzem wurde die Behandlung von Autoimmunkrankheiten mit konventionellen Therapien wie Kortikosteroiden oder Immunsuppressiva behandelt, aber es gibt nun eine neue Hoffnung auf eine bessere Behandlung – Immuntherapie.
Immuntherapie ist eine neue Art von Behandlung, die das Immunsystem des Patienten dazu benutzt, seine eigenen körpereigenen Zellen zu reparieren. Es wurde erfolgreich zur Behandlung verschiedener Erkrankungen mit Autoimmunmechanismus wie rheumatoider Arthritis, Diabetes mellitus Typ 1 und Psoriasis eingesetzt. Die Immuntherapien können in vier Kategorien eingeteilt werden : Zielgerichtete Immunkorrekturmittel, Immunsuppressiva, Immunmodulatoren und Biologika.
Der Fokus liegt hauptsächlich auf der zielgerichteten therapie, die insbesondere auf die Hemmung spezifischer Moleküle abzielt, die an der Pathogenese der Autoimmunkrankheiten beteiligt sind. Dazu gehören monoklonale Antikörper, Cytokine wie Interferone und Interleukine, Co-Stimulatoren und andere Medikamente.
Monoklonale Antikörper bei der Immuntherapie
Monoklonale Antikörper (mAb) sind derzeit sehr erfolgreiche und widely-used Arzneimittel in der Immuntherapie. Sie sind humanisierte Antikörper, die spezifisch auf Immunglobuline abzielen und den Pathogenen neutralisieren oder die biologische Aktivität des Angreifers hemmen können. Sie werden auch verwendet, um die Aktivität eines spezifischen Signalweges zu hemmen oder zu stimulieren.
Zurzeit gibt es mehrere monoklonale Antikörper auf dem Markt, die ähnliche Wirkungen haben können. Bei einigen Autoimmunkrankheiten hat die Behandlung mit monoklonalen Antikörpern zu einer deutlichen Verbesserung der Krankheitssymptome geführt. Sie können auch zur Vorbeugung schwerer Komplikationen und schwerer Erkrankungen bei Patienten mit Autoimmunkrankheiten verwendet werden.
Immunsuppressiva bei der Immuntherapie
Immunsuppressiva sind Medikamente, die das Immunsystem des Patienten unterdrücken, so dass es nicht mehr gegen körpereigenes Gewebe reagiert und keine autoreaktiven Reaktionen mehr erleidet. Sie werden häufig bei Autoimmunkrankheiten eingesetzt. Die häufigsten Immunsuppressiva sind Azathioprin und Cyclosporin.
Cyclosporin ist ein Antileukämika, das den aktiven Transporter für Cytokine blockiert, aber auch den Zellstoffwechsel, den Stoffwechsel von Kohlenhydraten und fetten sowie die Synthese von Lipiden und Nukleinsäuren. Es wird verwendet, um die Entzündung bei rheumatoider Arthritis, Psoriasis und anderen Autoimmunkrankheiten zu verringern. Es kann auch verwendet werden, um die Immunreaktion auf Transplantationen zu blockieren. Azathioprin ist ein Prodrug, das in seine aktive Form umgewandelt wird. Es gilt als eines der stärksten Immunsuppressiva und wurde in der Vergangenheit häufig bei Autoimmunkrankheiten wie Morbus Crohn und Multiple Sklerose eingesetzt.
Immunmodulatoren bei der Immuntherapie
Immunmodulatoren sind Pharmaka, die die funktionelle Aktivität des Immunsystems entweder induzieren oder hemmen können. Sie werden verwendet, um systemische Entzündungen und allergische Reaktionen zu reduzieren. Derzeit werden sie vor allem bei der Behandlung von Asthma- und Allergieerkrankungen sowie bei der Behandlung rheumatoiden Arthritis eingesetzt.
Ein neu entwickelter Immunmodulator, der bei der Behandlung der Autoimmunkrankheit zu einer signifikanten Verbesserung der Symptome geführt hat, ist Etanercept. Es besteht aus Fusionsteilchen, die aus einem Immunglobulinrezeptor (TNF-alpha-Rezeptor) und einem Interleukin-1-Rezeptor bestehen. Es hemmt körpereigene Zytokine und verringert so Entzündungs- und Schmerzsymptome bei rheumatoider Arthritis, Psoriasis und anderen Autoimmunkrankheiten. Es hat sogar zur Behandlung einiger schwerer Autoimmunkrankheiten, wie systemischer juvenile Idiopathischer Arthritis, geführt.
Biologika bei der Immuntherapie
Biologika sind speziell formulierte immunologische Therapien zur Behandlung von Autoimmunkrankheiten. Sie sind auf Zerstörung eines bestimmten Zelltyps ausgerichtet, wie z.B. T-Zellen oder B-Zellen. Da sie sehr spezifisch auf bestimmte Zelltypen abzielen, sind sie weniger wahrscheinlich, unerwünschte Nebenwirkungen zu verursachen. Sie können auch verwendet werden, um schwere Autoimmunkrankheiten zu behandeln, die nicht auf andere Medikamente angesprochen haben.
Remicade ist einer der am weitesten verbreiteten monoklonalen Antikörper, die zur Behandlung von rheumatoider Arthritis, Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa verwendet werden. Es ist ein humanisierter Immunglobulingleitkörper, der spezifisch gegen TNF alpha gerichtet ist. Es wird direkt in die Blutbahn des Patienten injiziert und blockiert die Aktion von TNF alpha, einem Zytokin, das die Entzündung des betroffenen Gewebes verstärkt.
Immuntherapien sind eine viel versprechende Behandlungsoption für Autoimmunkrankheiten, die Besserung der Symptome für die Patienten verspricht. Trotz ihrer vielen Vorteile sind sie nicht für alle Anwendungsfälle geeignet und es kann Nebenwirkungen geben. Daher ist es wichtig, das Rebalancing des Immunsystems kontinuierlich durch regelmäßige Kontrollen zu überwachen, um entsprechend anzupassen.