September 21, 08 von chris-b
Bei den Gegenaktionen zum Anti-Islamisierungs-Kongress der pro Köln gab es drei Kessel.
Auf indy gibt es zwei Berichte (hier, hier), die Schildern, wie mit den Gefangenen umgegangen wurde.
Es wurden wohl 500 DemonstrantInnen in eine GeSa verschleppt. Unter ihnen waren Kinder und Jugendliche.
Teilweise wurden die Menschen bis zu zwölf Stunden fest gehalten.
Unterbringung gab es wie auch schon in Heiligendamm im letzten Jahr in engen Käfigen. Die Exekutive war unfreundlich, gab keine Auskunft und über die Gewaltenteilung wurde sich mal wieder einfach hinweggesetzt.
Einige Betroffene wollen eine Anzeige wegen Freiheitsberaubung stellen.
All das konnten wir auch während des letztjährigen G8-Gipfels beobachten. Der RAV hat das im Buch „Feindbild Demonstrant“ alles sehr schön zusammen gefasst.
UPDATE: Hier noch Berichte aus der Blockade am Heumarkt und den Kessel am Malzbüchel.
September 21, 08 von chris-b

Dieses Foto ist anscheinend gestern in Köln entstanden.
Was möchte dieser sympatische Herr ausdrücken?
Schwarze Klamotten und USA-Flagge kennt man ja auf antifaschistischen Aktionen eher von Antideutschen. Ein Polizist, der im Amt gegen Deutschland kämpft? Kann ich mir eigentlich eher weniger vorstellen.
Realistischer scheint da schon eher, dass er uns zeigen wollte, wem wir den sukzessiven Abbau unseres Grundgesetzes und den fortschreitenden Ausbau der Repression zu verdanken haben.
via
September 20, 08 von chris-b
Heute sollte der Anti-Islam-Kongress der Initiative (oder sind die mittlerweile Partei?) pro-Köln in Köln stattfinden.
Geladen war die komplette braune Großprominenz aus dem europäischen Ausland. Abgesagt hatten wohl viele schon im Vorhinein.
Die antifaschistische Gegenmobilisierung lief bundesweit und so wurden für die am heutigen Tag stattfinde Demo des braunen Packs über 40.000 GegendemonstrantInnen erwartet.
Nachdem gestern Abend über Stunden hinweg erfolgreich verhindert wurde, dass das Schiff der Faschos in Köln anlegen konnte, wurden die Nazis auch noch aus dem Hotel geschmissen und das Abendessen gecancelt.
Was sie über Nacht gemacht haben, ist nicht bekannt.
Heute starteten dann in der ganzen Stadt Blockaden. Rund um den Kundgebungsort wurden Barrikaden errichtet und um die Sicherheit der Kölner BürgerInnen zu gewährleisten, verbot die Polizei den 50 Nasen, die es zum Kundgebungsort geschafft hatten auch noch die Fortführung des Kongresses.
Ich würde mal sagen, das war eine gelungene Aktion. Wenn wirklich so viele Menschen vor Ort waren (im Radio hörte man wohl etwas von 100.000) war das definitiv die erfolgreichste antifaschistische Mobilisierung der letzten Jahre.
Berichte gibt es hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier.