Es werden neun Standorte zusätzlich behalten womit in Zukunft bundesweit 33 statt der vom Vorstand geplanten 24 Standorte bestehen.
Mainz ist auch dabei und das ist ein Grund um heute Abend zu Feiern. Nach zahlreichen Aktionen und stundenlangem stehen in der Kälte, bleibt der Arbeitsplatz und Ausbildungsstandort für 230 Mitarbeiterinnen und 30 Auszubildenden erhalten.
Nichts vergessen sollte man bei all dem Jubel aber, dass trotzdem 30 Standorte geschlossen werden und immer noch einige Menschen betroffen sind. Genaue Zahlen habe ich jetzt aber noch nicht.
In dieser Woche wurde in der zweiten von ca. 3000 LIDL-Filialen in Deutschland endlich ein Betriebsrat gegründet.
Nachdem LIDL seit Jahren seine MitarbeiterInnen ausbeutet und Betriebsratswahlen erfolgreich verhindert hat, ist es mit tatkräftiger Unterstützung von ver.di und der seit zwei Jahren laufenden Kampagne endlich gelungen eine Interessenvertretung zu installieren.
Bei Nerdden gibt es einen sehr interessanten Artikel darüber, wie Ampel-Systeme funktionieren und was da alles dahinter steckt.
Momentan laufen die Teile auf stinknormaler x86-Hardware und sind über VPNs und Funktechnologie vernetzt. Signalbau Huber ist einer der zwei größten deutschen Hersteller und migriert das System aus Skalierungs- und Sicherheitsgründen gerade auf Linux.
Für jeden, der sich schon mal gefragt hat wie das Alles funktioniert auf jeden Fall ein sehr lesenswerter Artikel.
Nachdem das eigentlich geplante Totengedenken in Bretzenheim am Totensonntag verhindert werden konnte fand die Veranstaltung der Nazis um Wilhelm Herbi nun gestern statt.
Hier mal ein Erlebnisbericht, den ich per E-Mail erhalten habe.
Liebe Freundinnen und Freunde,
wir waren kurz nach 16 Uhr, von der Autobahn kommend, nach Bretzenheim gefahren, wo sich uns folgendes Bild bot:
Am Mahnmal sind ca. 70 Rechte versammelt. Bei ca. 50 handelt es sich um junge Männer, zumeist dunkel gekleidet. Die Polizei ist, zumindest was ihr sichtbares Auftreten betrifft, offensichtlich mit weniger Kräften präsent als am letzten Wochenende. Auf dem Hof der Lebenshilfe, der bei anderen Anlässen schon voller Einsatzfahrzeuge stand, sahen wir kein einziges. Die Nazis hatten sich auf dem Mitfahrerparkplatz auf der B41 versammelt und gingen in geschlossener Formation zum Mahnmal. In der Nähe des Mahnmals konnten wir auch Bürgermeister Spietz sehen, einige wenige weitere Personen waren vom Auto aus nicht identifizierbar. Die Rechten haben offensichtlich einen Kranz niedergelegt und brennende Kerzen aufgestellt. Auf dem Parkplatz standen ca. 30 bis 35 Fahrzeuge, wobei uns eine Häufung von Nummerschildern aus der Süd- bzw. Westpfalz auffiel, aber auch einige Fahrzeuge als dem Kreis Alzey-Worms sowie aus dem Rhein-Hunsrück-Kreis. Inwieweit einige Fahrzeuge aus dem Kreis KH den Braunen zuzuordnen sind, ist unklar, da es sich hier natürlich auch um ganz normale Nutzer des Mitfahrerparkplatzes handeln kann.
Im Bereich der Supermärkte begegnete uns noch eine kleine Gruppe junger Antifaschisten, mit denen wir uns kurz unterhielten. Sie gaben an, beobachtet zu haben, daß ihre Gruppe von mindestens vier Fahrzeugen aus observiert werde.
Im Dezember muss sich Mario „das Hemd“ Matthes mal wieder vor Gericht verantworten. Es werden zwei Prozesse stattfinden.
Im ersten Prozess am 02. Dezember um 9:20 Uhr im Amtsgericht Wiesbaden, Gerichtstrasse 2, geht es um eine Körperverletzung im Rahmen einer Demonstration.
Der zweite Prozess findet nur einen Tag späterstatt. Am 03. Dezember, 9 Uhr im Saal 16 , EG. Geb. A, Dieter v. Isenburgstrasse Mainz wird die Revision wegen der Aktion an der Mainzer Uni verhandelt.
Wie immer sind alle AntifaschistInnen dazu aufgerufen, an den Prozesstagen zu erscheinen. Erstens ist es wichtig, sich mit den Opfern solidarisch zu zeigen. Zweitens sollte man den Nazis so wenig Platz wie möglich im Gerichtssaal lassen.
Wie heise berichtet, zieht der Bespitzelungsskandal bei der Telekom immer weitere Kreise.
Unter den 55 beschnüffelten Personen befanden sich auch zwei Kinder von Aufsichtsräten, die ja nun wirklich nichts mit undichten Stellen im Konzern zu tun gehabt haben dürfen…
Unbekannte verunstalteten die komplette Fensterfront mit nationalsozialistischen Aufklebern und stellten so ihre menschenverachtende Drecksideologie zur Schau.
Ich muss auch sagen, dass in letzter Zeit immer mehr eben dieser Aufkleber in Bad Kreuznach zu sehen sind. Ständig muss ich den Dreck bei mir in der Gegend abreißen oder überkleben. Anscheinend werden die Faschos im Kreis immer aktiver…