Archiv für Oktober, 2008

Kurze Pause

Oktober 29, 08 von chris-b

In den letzten Tage hat sich ja schon abgezeichnet, dass ich relativ selten zum Bloggen komme.
Ich habe ziemlich viel Stress im Moment und werde daher wahrscheinlich für die nächsten zwei Wochen eine kleine Pause einlegen.

Vielen Dank für das Verständnis.

Attac stürmt frankfurter Börse

Oktober 27, 08 von chris-b

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25 Attacis haben heute aus einer BesucherInnenführung heraus das Parkett der frankfurter Börse gestürmt und ein Plakat mit der Aufschrift „Finanzmärkte entwaffnen! Mensch und Umwelt vor Shareholder Value!“ vor die DAX-Tafel gehängt.

Es soll ja Leute geben, die von der Aktion schon vorher wussten ;)

CCC: Wahl in Brandenburg übertraf schlimmste Erwartungen

Oktober 27, 08 von chris-b

Der Chaos Computer Club hat mit Hilfe von freiwilligen Helfenden bei der diesjährigen Landtagswahl in Brandenburg Wahlbeobachtungen durchgeführt.
Es wurde auf Grund von Erfahrungen aus anderen Wahlen mit Problemen durch den Einsatz von Wahlcomputern gerechnet. Das, was man sehen konnte, übertraf aber alles um Weiten.

Es war es nicht möglich, die vom Computer errechneten Ergebnisse unabhängig zu überprüfen. Bei den eingesetzten NEDAP-Geräten ist das einfach nciht vorgesehen.

„Es ist nun das Gebot der Stunde, Konsequenzen aus dem multiplen Versagen der Technik zu ziehen. Die Bundesrepublik sollte dem Beispiel der Niederlande folgen und Wahlcomputer grundsätzlich abschaffen, bevor wir hier Verhältnisse wie in Florida oder Ohio bekommen“, kommentierte Engling die Ergebnisse der Beobachtung. Auch in den USA werden bei den anstehenden Präsidentenwahlen zum wiederholten Male massive Probleme mit defekten oder manipulierten Wahlcomputern erwartet.

„Dass die Regierung das Volk vertrete, ist eine Fiktion, eine Lüge.“

Oktober 25, 08 von chris-b

[LINK] Waldbesetzung im Kelsterbacher Wald droht die Räumung (und es gibt ein Soli-Festival)
[LINK] Nazis (r)auslachen:“Lustige Videos über Rechtsradikale“
[LINK] Mal entspannen vom web2.0-Stress
[LINK] Ist Ackermann die unsichtbare Hand des Marktes?
[LINK] Das laufende Haus
[LINK] netzpolitik über die GewinnerInnend es BigBrother -Awards

Zitat: Leo Tolstoi

Release Candidate für Ubuntu 8.10 erschienen

Oktober 24, 08 von chris-b

Sechs Tage vor dem Erscheinen der Final wurde nun der erste Release Candidate von Ubuntu 8.10 veröffentlicht.

Werde dann heute Nachmittag mal ein Upgrade wagen :)

„Es ist das Einfache, das schwer zu machen ist“

Oktober 23, 08 von chris-b

Hatte heute wieder wenig Zeit, deshalb nur eine Linksammlung.

[LINK] Fachoaufmarsch in Fulda verboten :)
[LINK] Militärische Roboterschwärme für Hausdurchsuchungen. Got Terminator?
[LINK] Bildungsgipfel war nur Showveranstaltung
[LINK] Hey Dad… Can I have Linux back?
[LINK] EU will Nacktscanner erlauben
[LINK] Überraschung! RFID-Ausweise sind unsicher

Zitat: Berthold Brecht

Petition zum politischen Streik beim Bundestag

Oktober 22, 08 von chris-b

Noch bis zum 26.11. läuft beim Bundestag eine Petition welche dazu auffordert, den politischen Streik zu erlauben.
Das „Verbot“ des politischen Streiks in Deutschland rührt nur aus einer veralteten Rechtssprechung her und wurde seit dem nie wieder in Frage gestellt.
In Zeiten in denen der Staat aber fast ausschließlich Politik gegen seine Bürger macht, sollte es eine Möglichkeit geben, Forderungen auch gegen den Staat durch Arbeitniederlegung durchzusetzen.

Im Antrag selbst werden noch diverse andere Gründe genannt.

Der Deutsche Bundestag möge beschließen

den politischen Streik, hilfsweise den politischen Demonstrationsstreik gemäß dem Artikel 6 Abs. 4 der Europäischen Menschenrechts- und Sozialcharta, den Übereinkommen 87 (Vereinigungsfreiheit) und 98 (Versammlungsfreiheit) der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) sowie dem Art. 9 Abs. 3 Grundgesetz (GG) per Gesetz den Gewerkschaften zu ermöglichen.

Begründung:
In fast allen europähischen Ländern ist die politische Streik und/oder der politische Demonstrationsstreik durch die Verfassung oder ein Gesetz geregelt, durch entsprechende Rechtssprechung oder Tarifverträge rechtlich erlaubt und zulässig oder zumindest politisch und Richterrechtlich akzeptiert bzw. geduldet.

Lediglich in Österreich, England (mit Einschränkungen auch Dänemark) und der Bundesrepublik Deutschland ist der politische Streik und der politische Demonstrationsstreik durch eine veraltete Rechtssprechung verboten. Dabei ist ein Verbot in der Bundesrepublik Deutschland niergendwo gesetzlich fixiert.

Das Verbot aller Streiks, die nicht auf den Abschluss von Tarifverträgen gerichtet sind, bildet eine schwere Verletzung somit eine Menschenrechtsverletzung der ESC, den Übereinkommen der ILO und dem GG dar. Der Europarat hat seit 1998 wiederholt gerügt, dass die Einschränkungen des deutschen Streikrechts eine Verletzung der Europäischen Sozialcharta (ESC) sind. In diesem Zusammenhang hat auch das ILO-Komitee zur Versammlungsfreiheit die Erklärung eines nationalen Streiks, der gegen die sozialen und arbeitstechnischen Auswirkungen der Wirtschaftspolitik einer Regierung gerichtet ist, für illegal als ernsthafte Verletzung der Versammlungsfreiheit bezeichnet.

Zeichnet alle mit!

Die deutsche Kochschau: Kochen mit Nazis

Oktober 22, 08 von chris-b

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Stermann und Grissemann spielen beim beim Köln Comedy Festival eine Nazi-Kochshow.
„Wollt ihr ihr das totale Sieb?“ Ich schmeiße mich immer noch weg ^^

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Abschiedsbrief von Hedge Fond Manager Andrew Lahde

Oktober 21, 08 von chris-b

Andrew Lahde war ein sehr erfolgreicher Hedge Fond Manager. Nun steigt er aus und schrieb einen Abschiedsbrief, der es in sich hat.

Sehr geehrter Anleger,

heute schreibe ich nicht, um zu prahlen. Das wäre völlig unangemessen, da so viele leiden. Ich will auch nicht weitere Vorhersagen abgeben. Die meisten meiner früheren Prognosen sind eingetroffen oder werden gerade Realität. Ich schreibe vielmehr, um mich zu verabschieden.

Im „Wall Street Journal“ wurde jüngst ein Hedge-Fonds-Manager, der gerade seinen 300 Mio. $ schweren Fonds auflöst, mit den Worten zitiert: „Was ich über das Hedge-Fonds-Geschäft gelernt habe? Dass ich es hasse.“ Das kann ich so unterschreiben.

Ich habe das Spiel wegen des Geldes mitgemacht. Die Low-Hanging Fruits – sprich: die Idioten, deren Eltern für Yale und den Harvard-MBA blechen – warteten nur darauf, gepflückt zu werden. Diese Leute waren (häufig) wirklich die Ausbildung nicht wert, die sie (angeblich) erhalten haben, aber sie stiegen trotzdem in Unternehmen wie AIG, Bear Stearns und Lehman Brothers sowie in alle Ebenen unserer Regierung auf. Dieses die Aristokratie stützende Verhalten machte es mir letztlich nur einfacher, Leute zu finden, die dumm genug waren, meine Verluste auszugleichen. Gott segne Amerika.

Ich habe viel zu vielen Menschen für meinen Erfolg zu danken, aber ich will auch nicht wie ein Hollywoodschauspieler bei einer Dankesrede klingen. Das Geld war mir Lohn genug. Außerdem wissen die zahllosen Leute, denen Dank gebührt, dass sie gemeint sind.

Ich werde kein Geld mehr für andere Leute oder Unternehmen verwalten. Ich habe genug damit zu tun, mich um mein eigenes Vermögen zu kümmern. Einige Leute meinen, meinen Nettowert annähernd ausgerechnet zu haben, und wundern sich vielleicht, dass ich mit einer so verhältnismäßig kleinen Kriegskasse aussteige. Aber das ist in Ordnung, ich bin zufrieden mit dem, was ich bekommen habe.

Sollen doch andere ein neun-, zehn- oder elfstelliges Vermögen anhäufen. Aber bis dahin ist ihr Leben nichts wert. Ein Termin nach dem anderen, immer drei Monate im Voraus ausgebucht, im Januar zwei Wochen Urlaub, wo sie die ganze Zeit auf ihren Blackberry starren. Und wozu? In 50 Jahren sind sie doch ohnehin alle vergessen. Niemand wird sich an Steve Ballmer, Steven Cohen und Larry Ellison erinnern. Dieses ganze Getue, ein Vermächtnis zu hinterlassen, verstehe ich nicht. Fast jeder wird vergessen, also versucht doch gar nicht erst, euch unsterblich zu machen. Werft den Blackberry weg, und genießt das Leben!

Das war’s dann also, ich steige aus. Bitte erwarten Sie auf E-Mails oder Anrufe keine Reaktionen. (…) Ich habe kein Interesse an irgendwelchen Geschäften, für die mich andere gewinnen wollen. Zum Markt habe ich wirklich nicht viel zu sagen, außer dass es noch eine Weile, möglicherweise auf Jahre hinaus, schlimmer wird. Ich bin zufrieden, außen vor zu bleiben und abzuwarten. Auf diese Weise haben wir schließlich auch aus dem Subprime-Debakel Geld gemacht. Jetzt habe ich die Zeit zu genesen – von all dem Stress, den ich mir in den vergangenen zwei Jahren aufgebürdet habe wie schon in meinem ganzen Leben. Denn immer musste ich mit denen konkurrieren, deren Vorteile (sprich: reiche Eltern) ich nicht hatte. Möge das Leistungsprinzip Teil der neuen, unbedingt erforderlichen Regierungsform werden.

Was die US-Regierung anbelangt, hätte ich einen Vorschlag. Zunächst möchte ich auf die offensichtlichen Fehler aufmerksam machen: In den vergangenen acht Jahren wurden dem Kongress wiederholt Gesetzentwürfe vorgelegt, die den räuberischen Kreditvergabepraktiken der jetzt meist nicht mehr existenten Institute Einhalt geboten hätten. Diese Kreditinstitute haben mit schöner Regelmäßigkeit die Säckel beider Parteien gefüllt, und als Gegenleistung lehnten diese Gesetze ab, die den einfachen Bürger schützen sollten. Das ist ein Skandal, aber niemanden scheint es zu kümmern, oder niemand scheint auch nur darüber Bescheid zu wissen.

Seit Thomas Jefferson und Adam Smith hat es kaum einen würdigen Philosophen gegeben – oder zumindest keinen, der sich auf die Verbesserung unseres Regierungssystems konzentriert hätte. 200 Jahre lang hat der Kapitalismus funktioniert, doch die Zeiten ändern sich, und Systeme werden korrupt. George Soros, ein Mann von unermesslichem Reichtum, hat gesagt, er wolle als Philosoph in Erinnerung bleiben. Mein Vorschlag wäre, dass er ein Forum sponsert, in dem kluge Köpfe ein neues Regierungssystem ausarbeiten, das auch wirklich die Interessen des einfachen Mannes vertritt. Gleichzeitig sollten Anreize geschaffen werden, die so verlockend sind, dass auch die Besten und Gescheitesten bereit sind, eine Regierungsfunktion zu übernehmen, ohne dass sie mithilfe von Korruption ihre Interessen und ihren Lebensstil fördern müssten. (…) Ich glaube, es gibt eine Lösung, aber in jedem Fall ist das System derzeit eindeutig kaputt.

Nicht zuletzt möchte ich auf eine alternative Lebensmittel- und Energiequelle aufmerksam machen: Hanf. Man wird ihn in keiner Werbung von BP oder ADM erwähnt finden, aber Hanf wird seit mindestens 5000 Jahren zur Fertigung von Stoffen und Lebensmitteln genutzt und für so ziemlich alles, was aus Mineralölerzeugnissen hergestellt wird. Hanf ist nicht Marihuana und umgekehrt. Hanf ist die männliche Pflanze und wächst wie Unkraut. Die erste amerikanische Flagge wurde aus Hanffaser gefertigt, und unsere Verfassung wurde auf Papier gedruckt, das aus Hanf hergestellt worden war. Noch im Zweiten Weltkrieg bediente sich die US-Regierung seiner und erklärte es nach dem Sieg prompt für illegal.

Warum ist es in einer Zeit, in der immer und überall darüber gesprochen wird, in Sachen Energie unabhängiger zu werden, illegal, diese Pflanze in diesem Land anzubauen? Ach ja, da ist ja die weibliche Pflanze. Das Übel. Marihuana. Es macht high, bringt einen zum Lachen, verursacht keinen Kater. Im Gegensatz zu Alkohol führt es nicht zu Kneipenschlägereien oder verprügelten Ehefrauen. Warum also ist diese harmlose Pflanze illegal? Ist sie eine Einstiegsdroge? Nein, das wäre Alkohol, der in diesem Land so heftig beworben wird. Meiner Ansicht nach ist Hanf illegal, weil Amerikas Unternehmen, die den Kongress in der Hand haben, viel lieber süchtig machende Medikamente verkaufen, als das private Züchten einer Pflanze zu erlauben, das keinen Gewinn in die eigenen Kassen spült. Dieses Vorgehen ist lächerlich. Es hat dazu beigetragen, dass wir von Energiequellen im Ausland so abhängig sind. Andere Länder lachen sich über die Dummheit unserer Politik kaputt, vor allem Kanada und einige Nationen in Europa. In den US-Medien merkt man davon nichts, denn sie ignorieren das Thema. Bitte, Leute, hört auf zu reden und fangt an, darüber nachzudenken, wie wir wirklich Selbstversorger werden können.

Ich empfehle mich hiermit und wünsche viel Glück.

Mit freundlichen Grüßen

Andrew Lahde

via

Gespräche zum Call-Center-Kahlschlag gescheitert

Oktober 21, 08 von chris-b

Nachdem die Telekom sich in den letzten Verhandlungsrunden keinen Millimeter bewegt hat, wurden die Verhandlungen für gescheitert erklärt.

Zuletzt hatte der Gesamtbetriebsrat der DTKS ein alternatives Konzept vorgelegt, welches die Standorte in allen politischen Gemeinden erhalten sollte. Dieses wies ebenso eine positive Bilanz auf wie die der Arbeitgeberin.

Es wird nun die Einigungsstelle angerufen über deren Besetzung momentan noch verhandelt wird.