‘ Wirtschaft ’ Kategorie-Archiv

„Mit einer Wahrscheinlichkeit von 70% fliegt uns das Finanzsystem um die Ohren“

Oktober 09, 08 von chris-b

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Sehr schöne, klare Worte.
Besorgen wir uns alle Popcorn und schauen bei dem Spektakel zu. Das ist irgendwie wie die Endszene von Fight Club. Man weiß, dass es passiert. Man weiß auch, dass es noch drei Minuten sind.
Aber die Zeit in der man auf das Happy End wartet, erscheint so verdammt lang.

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Ein sehr gutes Beispiel warum DRM zum Himmel stinkt

September 27, 08 von chris-b

Laut boingboing will Wal-Mart demnächst die Server abschalten auf welchen die Zertifikate für Ihr DRM-verseuchte Musik liegen.

Dies bedeutet für die Kunden die ihre Musik schön brav bezahlt haben, dass sie sie einfach nicht mehr abspielen können.
Ich würde mir da jetzt mal von der Content-Mafia ziemlich verarscht vorkommen…

So go on buying your Audible books, your iTunes DRM songs, your Zune media, your EA games… None of these companies will ever disappear, nor will the third-party DRM suppliers they use. They are as solid and permanent as Commodore, Atari, the Soviet Union, the American credit system and the Roman Empire.

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UPDATE:
Es gibt in deutschen Gerichten noch Menschen, denen das Wort „Verhältnismäßigkeit“ etwas sagt.
Richter des Landgerichts Frankethal haben die Hürde zur Abfrage der Kundendaten bei den Providern in Fällen von Urheberrechtsverletzung weit höher angesetzt als ihre KollegInnen zuvor.

In einem Beschluss (AZ.: 6 O 325/08) vom 15. September hat es die Kammer laut dem heise online vorliegenden Beschluss als „herrschende Praxis“ bezeichnet, dass ein entsprechender Auskunftsanspruch erst ab rund 3000 Musiktiteln beziehungsweise 200 Filmen, die zum Download angeboten werden, gegeben ist.

Bespitzelung von Angestellten auch bei Plus

September 17, 08 von chris-b

Auf indy schildert ein Plus-Mitarbeiter, wie Angestellte die angeblich geklaut haben bis zu 17 Stunden lang festgehalten wurden.

In „Beratungsgesprächen“ wurde ihnen entweder die Kündigung ausgesprochen oder ein Auflösungsvertrag angeboten. Das anwesende Betriebsratsmitglied hat nichts unternommen.

ver.di ist an der Sache dran und einige Betroffene wollen vor das Arbeitsgericht ziehen.

Saarbahn: Fristlose Kündigung nach Parteieintritt

September 15, 08 von chris-b

220 Beschäftigte der Saarbahn GmbH in Saarbrücken traten im Juni geschlossen der Partei „Die Linke“ bei um gegen die drohende Privatisierung des Betriebs zu protestieren.
Unter ihnen waren auch sechs Betriebsratsmitglieder.

Diesen BetriebsrätInnen wurde nun am Donnerstag fristlos gekündigt.
Angeblich seien die Kündigungen nicht politisch bedingt sondern aus Straftatbeständen her zu leiten. Nähere Informationen gibt es bisher noch nicht.

Da der Betriebsrat der Kündigung seiner Mitglieder logischerweise nicht zugestimmt hat, wird der Arbeitgeber wohl morgen vor das Arbeitsgericht ziehen um die Kündigung ohne Zustimmung des BR durch zu setzen.

Mehr Informationen gibt es beim redblog.

Trailer zum bedingungslosen Grundeinkommen

September 15, 08 von chris-b

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Von der Initiative Grundeinkommen gibt es einen recht coolen Trailer zu einem Film, welcher wohl demnächst in den Kinos laufen soll.

Ich muss zugeben, dass ich mich mit dem Thema noch nicht sehr intensiv beschäftigt habe. Wir kämpfen ja immer noch für einen Mindestlohn ;)

So vom Grundverständnis her würde ich sagen, dass Eine schließt das Andere nicht aus. Wenn das Grundeinkommen nur bei denen richtig wirkt, die bisher darunter liegen, wäre bei einem Mindestlohn von dem Mensch leben kann, die Anzahl der „Bedürftigen“ wieder kleiner, oder?

dm-Chef Götz Werner hat vor einiger Zeit mal ein Buch zum Thema veröffentlicht, welches mir immer wieder empfohlen wird. Ich sollte es langsam echt mal lesen.

via E-Mail (Danke, Pascal)

Verleihung des „Raffzahn 2008″ für das schlimmste Ausbeuter-Praktikum

September 12, 08 von chris-b

Der DGB möchte am 22. Oktober mit dem „Raffzahn 2008″ die Betriebe küren, die ihren PraktikantInnen die schlechtesten Bedingungen bieten.
Ein Studie des Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat ergeben, dass viele Praktika vollwertigen Arbeitsplätzen entsprechen aber schlecht bis gar nicht bezahlt werden.

Der DGB sucht jetzt nach Einsendungen um die entsprechenden Arbeitgeber zu ermitteln. Wenn ihr also Erfahrungen gesammelt habt, beteiligt Euch!

Liebe Freundinnen und Freunde,

wie von uns berichtet, hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) im Mai eine Studie zur Situation zum Berufseinstieg und speziell von Praktikantinnen und Praktikanten vorgestellt, die belegt, dass viele Praktika tatsächlich normale, aber schlecht/gar nicht bezahlte Arbeitsplätze sind und selten zu einer anschließenden Anstellung führen (Pressemitteilung sowie Kurz- und Langversion der Studie auf der Website des BMAS: http://www.bmas.de/…).

Für uns waren diese Ergebnisse keine Überraschung – weisen wir doch seit Jahren auf diese Situation hin, für das BMAS waren sie aber endlich Grund genug, handeln zu wollen: Im Gespräch ist ein Gesetz, das „Praktika“ klar definieren soll, den Vergütungsanspruch der Praktikanten noch einmal deutlich hervor hebt und Klagemöglichkeiten für Praktikanten, die im Praktikum ausgebeutet wurden, vereinfachen soll. Leider ist jedoch seit Mai nichts weiter passiert, was vor allem daran liegt, dass das Bildungsministerium/die CDU weiterhin jede Form der Ausbeutung von Praktikanten als nicht existent bezeichnet und Regelungen für absolut unnötig hält.

Um weiter Druck auszuüben und zu zeigen, was für Ausbeuter-Praktika es tatsächlich gibt, haben wir uns überlegt, den Bildungsgipfel der Bundesregierung, der vom 22. bis 24. Oktober in Dresden stattfinden soll, und die damit verbundene Presse-Aufmerksamkeit zu nutzen, um dort den „Raffzahn 2008″ zum Auftakt des Gipfels am 22. Oktober in Dresden in ausgebauter Form und medienwirksam zu verleihen. fairwork e.V. und die DGB-Jugend wollen den größten, zweitgrößten und drittgrößten Praktikumsausbeuter des Jahres auszeichnen. Dafür sind wir natürlich auf Eure Unterstützung angewiesen: Mailt uns möglichst aktuelle unfaire Praktikumsausschreibungen oder kurze Bewertungen von Euren absolvierten Praktika. Alle Angaben werden selbstverständlich anonym behandelt, also keine Angst!

Es wäre schön, wenn wir von Euch Berge an Post erhalten, um der Politik erneut darlegen zu können, dass es sich nicht um Einzelfälle handelt, sondern dass wir im besten Fall einen Sack voll Praktikums-Ausbeutern an Bildungsministerin Schavan überreichen können, um ihre Blockadehaltung endlich aufzuweichen. Wir hoffen so, das geplante Gesetz für gute Praktika doch noch möglich machen zu können!

Die Einsendungen von Euch können enthalten: Stichworte/kurzen Text über ein mieses Praktikum, das ihr oder Freunde von Euch gemacht haben (wo/wann/Aufgaben/Gehalt/Dauer/warum unfair?) oder aber auch unfaire Praktika-Stellenanzeigen, auf die Ihr gestoßen seid.

Besonders unfair sind Praktika, die über 3 Monate dauern, nicht oder sehr schlecht (also unter 1000€/Monat für Absolventen und unter 500€/Monat für Studenten) vergütet werden, Erfahrung, spezielle Kenntnisse und/oder ein abgeschlossenes Studium/eine abgeschlossene Ausbildung voraussetzen, in denen nicht das Lernen sondern das Arbeiten im Vordergrund steht, die eine reine Vor-Probezeit vor der normalen Probezeit während einer regulären Anstellung darstellen, die ständige Überstünden verlangen… Dies nur als Anregung – wir sind sicher, ihr kennt genug solcher netten Arbeitsverhältnisse oder stolpert im Internet über Ausschreibungen, die dies versprechen.

Einsendeschluss ist der 15. Oktober 2008

Eure Einsendungen bitte an: jessica.heyser@dgb.de

Noch ein letzter – eigentlich natürlich unnötiger :-) – Anreiz zur Teilnahme: Unter allen Einsendern verlosen wir eine Reise zu unserer „Raffzahn-Verleihung“ beim Bildungsgipfel in Dresden, zwei Buch-Gutscheine im Wert von 20 Euro bei „buch.de“ sowie drei fairwork-Ratgeber „Vom Praktikum zum Job“.

Wir freuen uns auf Eure Unterstützung um die Situation von Praktikanten und Berufseinsteigern in Deutschland endlich nachhaltig verbessern zu können!

Euer fairwork-Vorstand und das DGB-Jugend-Team

www.dgb-jugend.de

Lidl wird wegen Bespitzelungsaffäre zur Kasse gebeten

September 12, 08 von chris-b

Wie Golem berichtet, muss Lidl wegen der Bespitzelung der MitarbeiterInnen eine Geldstrafe von 1,462 Millionen Euro bezahlen.

Lidl muss eine hohe Geldstrafe wegen der Bespitzelung seiner Angestellten und anderer Verletzungen des Datenschutzes zahlen. Die zuständigen Behörden haben ein Bußgeld in Höhe von 1,462 Millionen Euro gegen den Lebensmittelkonzern verhängt. Bei Ermittlungen hatten sie schwerwiegende Datenschutzverstöße festgestellt.

Bei einem Jahresumsatz von 50 Milliarden Euro ist das aber wohl nur ein Tropfen auf den heißen Stein und dürfte nicht wirklich weh tun…
Jetzt können sie das direkt im Budget einplanen und durch die Effizienzsteigerung durch die anhaltende Bespitzelung wieder reinholen.

Kampf gegen Call-Center-Kahlschlag bei der Telekom nimmt erste Konturen an

August 27, 08 von chris-b

Wie heise berichtet, wurde auf ein Call-Center der Telekom in Konstanz ein Brandanschlag verübt.
Die Durchführung hat wohl nicht so geklappt, wie die TäterInnen sich das vorgestellt haben, der Schaden wird jedoch auf ca. 1000€ geschätzt.

Es wird vermutet, dass der Anschlag im Zusammenhang mit den erst kürzlich bekannt gewordenen extrem menschenverachtenden Umbauplänen der Telekom steht.
Auf einer Plakatsäule gegenüber des Gebäudes stand:“Unsere Antwort auf eure Politik“.

Familie Mohn, Bertelsmann und die Bundeswehr

Juli 27, 08 von chris-b

Jochen hat einen sehr umfangreichen Artikel über die Machenschaften der Familie Mohn und ihrem Bertelsmann-Konzern veröffentlicht.

Der Konzern beeinflusst sein Jahren die Politik maßgeblich und baut seine Machtposition unerbittlich aus. Aktienoptionen werden wieder zurückgezogen und so konzentriert sich die ganze macht einzig und Allein auf die Familie Mohn.

Für tiefer gehende Infos lest den Artikel!

Rewe bekommt den Rachen nicht voll

Juli 18, 08 von chris-b

Laut dem pseudoniveauvollen Springer-Blatt, will Rewe in ausgesuchten Filialen die Ladenöffnungszeiten auf 24:00 erweitern.

Die „fast schon beängstigend gute“ (sic!) Umsatzentwicklung, teilweise im zweistelligen Bereich, erklärt Rewe mit den längeren Ladenöffnungszeiten und den gestiegenen Preisen.

Diese Arschlöcher kennen doch echt keine Grenzen. Die MitarbeiterInnen lassen sich ihre Arbeitsbedingungen verschlechtern und ihre Freizeit massiv beschränken, damit die Geschäfte besser laufen. Dann sehen die Ausbeuter, dass das klappt und bekommen den Rachen nicht voll. Wo soll das noch hin führen?

Dreckige Kapitalistenscheiße. Das schlimme ist ja, dass das von einigen Menschen auch noch angenommen wird :/