Kick it like Dresden: Am 13.03.2010 Naziaufmarsch in Zweibrücken verhindern
Februar 15, 10 von chris-b
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Nachdem der Naziaufmarsch in Dresden am vergangenen Samstag komplett ins Wasser viel, wollen wir mal schauen, ob wir auch andere Aufmarschziele der Faschos endlich knacken können.
Genau so wie Dresden, wurde auch Zweibrücken in den letzten Kriegstagen von den Alliierten bombardiert.
Genau so wie in Dresden nutzen Neofaschist_innen diesen Anlass um mehrmals pro Jahr durch Zweibrücken zu marschieren. Im letzten Jahr wurden die Mobilisierungserfolge von Mal zu Mal besser aber statt dem Ziel der Verhinderung der Aufmärsche war trotzdem bestenfalls eine Behinderung zu erreichen.
Am 13.03.2010 ist es nun mal wieder soweit. Die braunen Horden wollen durch die Stadt marschieren und durch Geschichtsrevisionismus den deutschen Opfermythos am Leben erhalten. Die Antifa Zweibrücken beginnt gerade mit der Mobilisierung. Anbei der Aufruf.
Am 13.März rufen die ewig gestrigen Neonazis des Nationalen Widerstandes Zweibrücken zu ihrem alljährlichen geschichtsrevisionistischen Opfermarsch auf.
Der Braune Mob setzt sich zusammen aus Npd-Funktionären, Kameradschaftsaktivisten und weiteren rechtsextremdenkenden Einzelpersonen aus Rheinland-Pfalz, dem Saarland und der Umgebung.
Diese Horde deutsch-nationalistisch denkender Menschen sieht in der Bombadierung Zweibrückens, am 14.3.1945 einen „terroristischen Akt“ und versucht so von den Verbrechen ihrer ideologischen Väter abzulenken und diese mit ausdrücken wie „Bombenholocaust“ oder „Bombenterror“ zu relativieren.
Mit solchen Veranstaltungen wollen die Rechten den Glauben an die Unschuld der deutschen Zivilbevölkerung im zweiten Weltkrieg aufrechterhalten bzw. bestärken.Dies ist jedoch falsch, denn ohne den großen Rückhalt der deutschen Gesellschaft und ihrem antisemitischen Wahn, wäre die systematische Vernichtung von über 6 Millionen Juden und Jüdinnen, vielen Kommunist_Innen, Gewerkschaftler_Innen, Behinderten und anderen der „Deutschen Herrenrasse“ nicht zugehörigen Menschen durch die Nazis, unmöglich gewesen. Auch in Zweibrücken gab es ein Sammellager, von dem sicher der ein oder andere, wenn nicht sogar alle wussten!
Ziel der Bombardierung war es den letzten Widerstand Nazideutschlands zu brechen und die Welt endgültig vom Nationalsozialismus zu befreien. Nur die militärische Vernichtung der Städte durch die aliierten Bomberverbände konnte die Barbarei und den darin kulminierenden Völkermord stoppen. Die Nazis selbst hatten ja bekanntlich die Deutschen Städt zu „Festungen“ ausbauen wollen
und bis in die letzten Stunden kämpften auch in Zweibrücken die Nazis fanatisch in ihrem Volkskollektiv weiter.Durch solche Veranstaltungen und deren zugrunde liegenden geschichtsrevisionistischen Ideologien werden die Opfer des zweiten Weltkriegs verhöhnt und deren Leid abgewertet bzw. relativiert. Natürlich stoßen die Neonazis mit solchen „Gedenken“, welche meist von „ohrenbetäubenden“ Lautsprecherwagen begleitet sind, nicht auf „Taube Ohren“.
Es kann nicht sein, dass Neonazis und deren Sympathisanten dieses alljährliche Schauspiel ungestört in Zweibrücken veranstalten können!
Es kann nicht sein, dass das sich die Zivilgesselschaft eine solche Provokation unbeantwortet und unkommentiert gefallen lässt!
Es kann nicht sein, dass die Nazis es 65 Jahre nach der Bombadierung Zweibrückens schaffen, die Toten für Ihre Ideologie zu missbrauchen!
genauere Infos folgen die Tage…
Ich hoffe, wir sehen uns dort. Lasst uns den Nazis einen weiteren Tag versauen!
