Staatliche Zensur des Internets auf dem Weg
Januar 12, 09 von chris-bWie heise berichtet, macht der Staat jetzt erste Schritte eine offizielle Zensur des Internets vorzunehmen.
Morgen treffen sich Vertreter der Provider mit dem Bundesinnenministerium um über die Umsetzung von „Internetsperren“ gegen Kinderpornographie zu diskutieren.
Was hier wie ein löblicher Versuch zum Schutz von Kindern dargestellt wird ist nur der nächste Schritt in die falsche Richtung. Wenn die technischen Mittel erst mal vorhanden sind, wird es nicht bei Kinderpronographie bleiben. Im selben Artikel ist schon die Rede von der Sperrung ausländischer Glücksspielseiten.
Von dort ist es nicht mehr weit, bis auch ungewünschte politische Inhalte zensiert werden. Wie sagte ein CDU-Abgeordneter zu den olympischen Spielen ganz passend?
„Was die Chinesen können, sollten wir auch können. Da bin ich gern obrigkeitsstaatlich.“

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sv Sagt: 13.01.09 um 19:50
Ob das man so ein löblicher Versuch ist, Kinder zu schützen, wage ich zu bezweifeln. Wo sind sie denn, die vielen offenen und leicht verfügbaren Kinderporno-Seiten? Wird ja immer so getan, als ob … Sind missbrauchte Kinder nicht nur der Vorwand, um umfangreiche Zensur-Maßnahmen zu etablieren und werden die Kinder so nicht ein weiteres mal missbraucht? Ein interessanter Beitrag dazu
chris-b Sagt: 14.01.09 um 09:03
Ich meint eigentlich „löblich wirkender Versuch“…
Wenn sich da jemand in der Regierung gegen Zensur stellt, dann heißt es gleich er würde Kinderpornographie fördern oder zumindest nichts dagegen tun. Das ist so ein Totschlagargument.
Wie es mit der Verfügbarkeit im Internet aussieht, kann ich nicht beurteilen, da ich kein Pädophiler bin.
Fakt ist aber, dass Zensurmaßnahmen immer umgangen werden können, wenn man sich genug anstrengt. Die Gefahr liegt vielmehr darin, dass sich das gemeine Volk nicht mehr ungehindert informieren kann, wenn erst ein mal politische Zensur stattfindet.
Bis die Filterung in diesem Maße missbraucht wird, wird es wohl aber noch ein Bisschen dauern. Wenn die Technik steht, wird erst mal die Content-Mafia antanzen und Filterung von P2P-Verkehr fordern. Schreibe da aber später noch was dazu.